Alexander Nitzberg, Daniil Charms: Wir hauen die Natur entzwei / Werksausgabe Band 3, Theaterstücke.

Soviel Charms-Theater war noch nie: In Wladimir Sorokins Stück Dostojewski Trip werden Schriftsteller zu Drogen, die fraglos beste Droge ist Charms. Wer einmal Daniil Charms probiert hat, wird ihn nicht mehr vergessen, nach mehr verlangen und von Herzen dankbar sein für jeden neuen Text, der sich auf Deutsch auftreiben lässt. Ingo Schulze: Sie wollten das Theater revolutionieren, sie wollten alles neu und freier machen, Daniil Charms und seine Petersburger Künstlerfreunde. Im Stalinismus ist daraus nichts geworden. Nur gerade mal ein Stück von Charms wurde zu Lebzeiten inszeniert, und diese Vorstellung (Teil eines fünfstündigen Happenings, bei dem Charms verkleidet auf einem Schrank sitzend Gedichte verlas), geriet dann gleich zu einem Skandal. Danach erlebte Charms keine weiteren Aufführungen mehr. Die meisten seiner Freunde fielen den stalinistischen Säuberungen zum Opfer, Charms selbst starb 1942 im Gefängnis. In seinen Notizheften freilich hat Charms ein reiches theatralisches Werk hinterlassen. Lange Stücke, dramatische Dialoge und Kürzestdramen aus gerade mal vier Zeilen, Absurdes, Burleskes, schreiend Komisches, es gibt kaum etwas, das er nicht ausprobiert hätte. Dieser Band versammelt so viele seiner Stücke wie sonst keiner je zuvor. Vieles gibt es hier erstmals auf Deutsch zu entdecken, alle Komik, alle Tragik, alle Größe des Charmsschen Werkes ist in dieser Ausgabe versammelt.

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Daniil Charms: Du siehst mich im Fenster / Werkausgabe Band 4, Autobiographisches.

Ein Bohemien in Stalins Reich
Daniil Charms, privat wie nie: Das Drama seines Lebens in Selbstzeugnissen und Briefen.

Was für ein Glück, dass so viele von Daniil Charms Texten gerettet wurden. Nach seinem Hungertod in einem stalinistischen Gefängnis durchsuchte ein Freund seine Wohnung und brachte einen Koffer voller Aufzeichnungen in Sicherheit.
Aus der immensen Fülle des Materials hat Beate Rausch eine Auswahl von Notizbucheintragungen, Briefen und Texten mit autobiografischem Bezug zusammengestellt, aus der wir das ganze Drama seines turbulenten Lebens vor Augen geführt bekommen. Charms Notizbücher zeigen ein zerrissenes Genie, schwankend zwischen Selbstzweifeln und Größenwahn, Allmacht und Angstgefühlen. Ein sexbesessener Mann, der Frauen vergöttert (oft mehrere gleichzeitig) und sie dennoch mit notorischer Untreue quält.
Auch in der Kunst war er extravagant: Bei seinen Lesungen hielt es ihn nicht auf seinem Stuhl, skandierte er Texte von der Höhe eines Schranks herab. Eine unbändige Unruhe zieht sich durch seine gesamten Aufzeichnungen. Teils vibrieren sie vor Leidenschaft und Lebensfreude (Charms Antidot gegen die Armut und die ständige Angst vor Verhaftung), teils versinken sie in tiefer Verzweiflung, die ihn immer wieder zu erdrücken scheint.
Doch Charms wäre nicht Charms, blitzte in seinen Texten nicht ständig auch sein großartiger, bizarrer und absurd komischer Humor auf. Abgerundet wird der Band mit einer Auswahl seiner Traktate, aus denen wir mehr über seine Lebens- und Gedankenwelt erfahren.

Daniil Charms wurde 1905 als Daniil Iwanowitsch Juwatschow in Petersburg geboren. Er war Gründungsmitglied der avantgardistischen Künstlergruppe Oberi u, die nach drei Jahren 1930 verboten wurde. Um der Zensur zu entgehen, schrieb er Literatur für Kinder, konnte davon seinen Lebensunterhalt aber nur notdürftig bestreiten.
Charms wurde mehrfach verhaftet. Er starb 1942 im Gefängnis.

Beate Rausch übersetzte u.a. Viktor Jerofejew, Vladimir Schinkarjow, Anton Tschechow. Sie lebt in Ulm und St. Petersburg.

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